Home
Australien 1
Singapur
Malaysia & Sabbah
Hongkong & Macau
Thailand
Dubai
Irland
Berlin
China
Vietnam
Australien 2
Indonesien
Neuseeland

China 2011 - 2012


"Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt."


Während meines Masterprogramms verbrachte ich ein Auslandssemester in Shanghai. Ein unvergessliches Erlebnis


VORBEREITUNGEN

Zur Vorbereitung gehören nur die Typischen Dinge wie in jeden Land... es sind keine Speziellen Vorbereitungen zu treffen.
  • Visum beantragen
  • - Die Einreise nach China ist nur mit Visum möglich. Reisebüros und Agenturen helfen bei der Beschaffung.
  • Auslandsversicherung abschließen
  • Flug buchen
  • Internationaler Studentenausweis beantragen
  • Kreditkarte beantragen
  • Impfungen, evtl. Tropeninstitut
  • Zimmersuche im Ausland (einfacher vor Ort)
  • Wichtige Adressen aufschreiben, auch in Schriftzeichen für den Taxifahrer
Ein paar Infos vorab

Ein Internationaler Führerschein bringt einen nicht weiter. Weder der deutsche noch der internationale Führerschein wird anerkannt. Man möchte in Shanghai auch nicht Autofahren, glaubt mir! Autos können aber mit Fahrer angemietet werden. Der Transport mit Taxis und Nahverkehrsmitteln ist kostengünstig.

Ausländer müssen sich zu jeder Zeit ausweisen können! Man sollte also immer den Reisepass bei sich tragen.

Hahnenwasser ist in China kein Trinkwasser! Besser ist Mineralwasser oder abgekochtes Wasser.



ANKUNFT UND UNTERKUNFT



Größere Kartenansicht

Leider war ich einer der 80 Opfer des Housing Scam von Ryan Fedoruk. Dieser Canadier war ein Vermieter in Shanghai der sich bei den echten Vermietern jeweils als Mieter ausgab, und behauptete, er würde mit seiner Freundin einziehen. Wir zahlten monatlich das Geld an Ryan und er zahlte das Geld (vermutlich um einiges weniger als was wir ihm zahlten) monatlich an die jeweiligen Vermieter weiter. Wir waren die ganze Zeit über der Ansicht, Ryan wäre der echte Vermieter. So ziemlich alle Leute die ich in Shanghai kannte, mieteten ihre Wohnung bei Ryan da er der einzige ist, mit dem die Verständigung klappt. Mit den Chinesen war das schon schwieriger. Ryan verlangte 2 Monatsmieten als Kaution und zusätzlich sollte man 2 Monatsmieten im Voraus zahlen. Kurz bevor mein vorletzter Monat anbrach verschwand Ryan mit dem ganzen Geld. Vermutlich hat er die Chinesische Polizei geschmiert und wurde nie gesucht und nie gefunden, obwohl 80 Mieter betrogen wurden und eine neue Wohnung suchen mussten. Denn der Vermieter bekam sein Geld von Ryan nicht, öffnete die Wohnungen um zu sehen was los ist und fand mieter in den Wohnungen die er nicht erwartete. Viele Austauschstudenten waren von heute auf morgen ohne Wohnung und mussten in Hostels wohnen bis sie neue Wohnungen hatten. Ryan schuldet mir bis heute noch 8800 RMB was umgerechnet 1090 € sind. Das Geld werde ich nie wieder sehen. Hier zum nachlesen (Eva Gao war unsere Anwältin, die aber irgendwann aufgab)

http://evaslaw.com/articles/the-runaway-landlord-part-1
http://evaslaw.com/articles/the-runaway-landlord-part-2
http://evaslaw.com/author/eva/page/2/

MEINE ARBEIT

Meine Zeit auf Arbeit war der Hammer. Ich hatte eine klasse Betreuerin, von der ich viel lernte. Ich hatte supertolle Arbeitskollegen, darunter Deutsche, Schweizer und Chinesen. Alle waren spitze, nett und hilfsbereit. Ich war in ein großes Projekt involviert an dessen Lösung wir uns mit den Lean Six Sigma Prinzipien heranarbeiteten. Ich nahm an mehreren wichtigen Konferenzen teil und durfte meine Ideen immer einbringen. Die Teamarbeit funktionierte hervorragend in diesem internationalen Team. Die Kommunikation in englischer Sprache innerhalb der Firma verlief problemlos und unkompliziert. Ich war sehr glücklich und hatte eine wahnsinnig tolle Zeit!

LAND UND LEUTE

Schöne Tempel, alte Gassen, viel Tradition und Ausgewogenheit.- Man kann es nicht vermitteln, man muss es erlebt haben...

Wer einen Aufenthalt in China plant, sollte sich zunächst neben den Grundbegriffen der Sprache, auch über chinesischen Sitten informieren. Denn beim erstmaligen Betreten von China sind Europäer oft überfordert. Die Sprache, die Schriftzeichen, der Lärm in Wartehallen, Zügen und Restaurants, die Hektik, die völlige Rücksichtslosigkeit, mit denen man fremden Mitmenschen begegnet und keine Spur von Umweltbewusstsein…Es wird ständig gedrängelt. Keiner kommt auf die Idee einem fremden Menschen zu helfen oder ihm einen Gefallen zu tun. Als höflicher Mensch würde man es nie schaffen zum Kassenautomaten vorzudringen. Warteschlagen vor dem Ubahn-Einstieg oder vor Kassen nehmen grundsätzlich überall eine Trichterform and. Viele meiner Freunde die ich in China traf fühlten sich einer Machtlosigkeit unterworfen die sie fast in die Verzweiflung trieb, da weder die sprachliche Verständigung, noch das kulturelle Verständnis klappte. Je länger man in China lebt, desto besser versteht man die Unterschiede zwischen der westliche und der Chinesischen Denkweise. Viele kulturelle Unterschiede haben ihren Ursprung in der jüngeren Geschichte, als der Kommunismus die Menschen zu neuen Verhaltenweisen gedrängt hat.

Beim Essen werden auch, zumindest in Shanghai, regelmäßig Leute abgeworben. Aber auch beim Essen sollte man einiges wissen. Beim Essen ist Experimentierfreudigkeit erwünscht. Es ist ein Gebot der Höflichkeit von allen Speisen zu probieren. Ein gemeinsames Essen bietet gute Gelegenheit für Beziehungsaufbau. Die Einladung zu einem teuren Essen wird als Respektsbekundung dem Geschäftspartner gegenüber gewertet. Niemals sollte man den ganzen Teller aufessen, sondern immer einen Rest liegen lassen. Isst man seinen Teller leer, so sgat man damit, man hätte noch hunger. Es wird immer nachgelegt.

Oft wird man in China mit großen Augen angeguckt, was aber als ein Zeichen des Interesses und der Anerkennung zu verstehen ist. Für viele Chinesen ist man der erste Weiße, den sie in ihrem Leben sehen und wird deshalb mit neugierigen Blicke gemustert. Es werden heimlich Fotos gemacht oder höflich um ein gemeinsames Foto gebeten.

In China scheint zumindest die ersten Tage alles kompliziert zu sein da die Standardantwort der Chinesen oft lautet "Gibt es nicht". Viele Chinesen haben im Umgang mit Ausländern Angst, etwas falsch zu machen und ihr Gesicht zu verlieren. Man darf sich also einfach nicht abwimmeln lassen sollte aber stets dabei freundlich bleiben! Abgesehen von Großstätten wie Shanghai und Peking, welche stark gefördert werden, ist die Armut unter der Landbevölkerung sehr hoch.

Noch immer gilt in China die Einkindpolitik. Ein weiteres Kind ist erlaubt falls beide Eltern auch Einzelkinder sind. Das Gesetz wird streng verfolgt und mit hohen Strafen geahndet. In China sind zu meist beide Elternteile berufstätig. Kinder wachsen bei den Grosseltern auf. Der Verkehr in China ist ein einziges Chaos und nicht einmal ich, würde in China gerne Auto fahren. Gesichtsverlust ist eine erst zu nehmende Sache in China. "Sein Gesicht zu verlieren" ist damit vergleichbar, sich für etwas schämen zu müssen. Man erhält sein Gesicht durch soziale Anerkennung. Gibt man Ansehen, so gewinnt man damit zugleich selbst an Ansehen. Durch Missachtung wird einem das Gesicht entzogen. Man sollte in China darauf achten, das Gesicht eines Anderen zu wahren, indem man Schwachstellen nicht bloß legt. Wer einem Anderen das Gesicht nimmt, hat damit auch seines verloren.

Das Wort "Acht" bedeutet in China Glück, Segen, Reichtum, Sieg und Begeisterung. Wer solche dies nicht ernst nimmt, könnte es in China schwer haben.

Manche Menschen können einfach nicht so leicht über die Chinesischen Gepflogenheiten und die Mentalität lachen und schütteln nur die Köpfe wenn die Chinesischen Familienväter im Sandalen und Schlafanzug, auf den abwechselnd pinke, und gelbe Quietscheentchen abgedruckt sind, vor die Türe treten und neben einer stark befahrenen Straße ihre Morgengymnasik verüben, dann, wie sie sind, auf den Roller steigen zum Zigaretten und Frühstück kaufen. Teilweise dabei noch den Schlafanzug über di Plauze gezogen… Ich fand das toll, eine Mentalität kennen zu lernen, die es sonst nirgendwo gibt. Und man sollte bedenken, dass man nicht in ein anderes Land reisen braucht, wenn man alles so haben möchte wie zu Hause.

Hier sind einige Ausschnitte aus meinen Emails die ich während meiner Zeit in China nach Hause schickte: Spucken, Rülpsen und Schmatzen -Ja, dieses Vorurteil stimmt. Kaum steht der Taxifahrer an einer roten Ampel, befördert er den Schleim lautstark auf den Boden, welchen er zuvor, gefühlt aus dem kleinen Zehen durch die Tiefen des Rachens nach oben zog und im Mund sammelte bis sich die Gelegenheit ergibt, ihn los zu werden. Und nicht nur die Taxifahrer, diese Angewohnheit geht durch alle Bevölkerungsgruppen, von Bauarbeiter bis hin zum Manager. Aber es gehört eben zum Land dazu. Dass man ekelhafte Körpersekrete los wird und nicht wie wir Europäer, diese in Taschentüchern noch auffängt und sich dieses dann sogar anschließend in die Tasche steckt. Auch das Rülpsen und Schmatzen beim Essen ist anfangs gewöhnungsbedürftig aber es ist eben ein Teil der Mentalität.

Falls man in der Lage ist, vieles geistig auszublenden, vieles zu akzeptieren, tolerieren, manchmal wegschauen oder so zu tun als hätte man es nicht gesehen, dann macht das Leben hier richtig Spaß. Die erste Woche war geprägt von plötzlichen Lachanfällen bis hin zum sprachlosen Kopfschütteln vor Fassungslosigkeit. Shanghai-Erlebnisse kann man nicht erzählen, man muss es erleben! Niemand würde es glauben, verstehen oder sich vorstellen können

Wenn Mütter mit ihren Kleinkindern spazieren gehen sollte man mal auf die Strampler achten. Die sind im Schritt offen damit die Kinder ihr Geschäft verrichten können wann und wo immer es ihnen passt. Noch unglaublicher wird es, wenn man feststellt, dass die Eltern zwar Hosen ohne Loch im Schritt tragen, die aber ebenfalls hinmachen wie es ihnen passt. Man muss dem kleinen Schützling ja schließlich ein gutes Vorbild sein. Es ist nichts ungewöhnliches, das einer mitten auf dem Gehweg stehen bleibt und den Reisverschluss aufmacht und irgendwo hinmacht, ohne sich von den Menschenmassen stören zu lassen.

Auch die Menschenmassen sind unbeschreiblich, der Lärm, den sie mitbringen, das hupen und tuten und kreischen. Autos fahren los ohne Ampeln, Fahrradfahrer oder Fußgänger zu beachten. Zunächst muss man lernen, dass das Hupen hier nicht "Du blödes Arschloch!" heißt wie in Deutschland, sondern es ist ein nett gemeintes "Achtung hier komme ich!" Deshalb wird immer und überall gehupt mit den penetrantesten Hupen. Und wenn die 2-spurige Straße plötzlich 8-spurig wird, spätestens dann weiß man, dass man sich in China befindet. Ein harter Überlebenskampf zwischen Laster, Bussen, Vans und PKW's... Und nur der Fußgänger kommt in der Nahrungskette noch unter dem Rollerfahrer. Rollerfahrer bevorzugen es, auf dem Gehweg zu fahren, um die eigenen Überlebenschancen zu steigern, und den Überlebenskampf der Fußgänger heraus zu fordern. In der Ubahn spielt es für die Menschen keine Rolle ob andere Menschen gerade aus der UBahn aussteigen wollen. Voller Gleichgültigkeit wird in die UBahn hineingestürmt als gäbe es einen Preis für den der als erster drin ist. Wenn man Pech hat, fährt man eine Station weiter, weil man nicht raus kam.

Beine waxen in China ist eher nicht empfehlenswert!! Da steht dann hinterher das Haar noch, aber die Haut ist weg. Ob sie weggerissen wurde oder von dem gefühlten 100 Grad heißes Wachs verschmort wurde spielt dann auch keine Rolle mehr.

Schwarze Strähnen auf blondem Haar kommen nicht Schwarz sondern pink raus, und dazu noch ungleichmäßig, weil alle Lehrlinge mal gerne mit dem Haar der Langnäsin spielen wollen. Wäre ja ungerecht, wenn mich nur einer bedienen dürfte. Die Strähnen links waren dicke wenige. Rechts waren viele kleine dünne und der der den mittleren Teil hinten abbekommen hat, muss wohl gerade einen Tagtraum oder ähnliches gehabt haben. Da waren keine Strähnen zu sehen.

Mein Mitbewohner meinte, hier in Shanghai werden weishäutige nicht als Menschen angesehen, sondern als Geldbeutel mit Füssen. Besser könnte man es nicht beschrieben. Denn genau so scheint es wirklich. Jeder will dein Geld. Vor den Metrostationen warten häufig Abzocker, die sich als Kommilitonen aus Peking ausgeben und so tun als wären sie selbst Touristen in Shanghai. Sie sind gerade zufällig auf dem Weg zur Teezeremonie und laden einen dann auch noch dazu ein. Diese Menschen nicht beachten - es handelt sich dabei um Betrug. Menschen rennen manchmal mit Schuhcreme auf einen zu und bekleksen beide Schuhe mit Schuhcreme. Man kann das dann auch nirgends hinschmieren und schaut deshalb schockiert wie angewurzelt zu wie er einem danach die Schuhe putzt. Natürlich kostet diese Dienstleistung.

Eigentlich muss man sich in China nach 24h bei der Polizei melden und registrieren. Wenn man das erst macht, sobald man eine Wohnung hat so ca. innerhalb von 6 Tagen, geht das auch noch und die drücken ein Auge zu. Wenn man aber eine Wohnung von Ryan wird das schwieriger da man Dokumente vom Vermeinter dazu brauchen, und der nicht das hellste Köpfchen ist, waren wir lange Zeit nicht registriert. Trotz Hartnäckigkeit vergingen mehr als 2 Wochen. Anfangs hat er immer gesagt, wir machen das gemeinsam sobald er die Dokumente hat. Dann meinte er, wir sollen ohne ihn gehen, er hat keine Lust, er würde uns die Dokumente morgen bringen…. Leider kam er nie zum vereinbarten Termin oder vertauschte Dokumente oder nahm den Hörer einfach nicht mehr ab. Im Nachhinein wissen wir nun auch warum. Nerven wie Drahtseile gehören hier manchmal schon dazu!!

"We speak the same language, let's have a drink" - Dies scheint mir jedenfalls die Einstellung unter uns ausländischer Studenten zu sein. Nirgendwo sonst lernt man sooo unvorstellbar schnell Leute kennen wie in SH. Nicht so sehr Chinesen, weil die Berührungsängste doch noch sehr groß sind mit der englischen Sprache und mit den weishäutigen. Man lernt aber sonst Menschen aus aller Welt kennen, trifft sich, geht zusammen was Essen, Trinken, Tanzen… Ausländer in China halten zusammen. Es ist ein interessantes Gefühl, der Ausländer und der angestarrte zu sein, und mal zu verstehen, warum sich auch in Deutschland Kommunen unter den Ausländern bilden.… an einen ruhigen Feierabend ist gar nicht mehr zu denken. Man schafft es eigentlich nie, sich in die Gesellschaft einzugliedern. Im Gegensatz zu anderen Ländern, bildet man hier immer seine Nischen. Es besteht hier ein Parallelleben von Expats und Ausländern auf der einen Seite, die alle immer zusammenhalten, und die Chinesen auf der anderen Seite. Die Berührungsängste der Chinesen uns gegenüber sind sehr groß. Selbstverständlich gibt es solche und solche. Einige sind auch sehr interessiert und wenn sie englisch sprechen dann kann man sich auch ewig lang mit ihnen unterhalten und es ist super interessant. Man darf sich aber nicht vor intimen Fragen fürchten, denn es ist ganz normal, dass man gefragt wird, wie viel man wiegt, was man verdient, …

Es scheint als entspräche ein Shanghaijahr fünf Deutschlandjahren. Hier passiert alles so schnell. Es kommen so schnell neue Metrostationen dazu sodass man gar nicht daran denken brauch einen alten Reiseführer von vor einem Jahr noch verwenden zu können. Absolut irreal… Es gibt Momente, da will ich gar nicht mehr von hier weg…

Die Chinesen dürfen sich ab der Schule selbst einen englischen Namen raussuchen. Der ist auf keinem Vertrag oder Ausweis gültig aber Ausländer haben so die Chance, den Namen aussprechen zu können :. Ziemlich lustig. Deshlab stellt sich jeder Chinese der etwas englisch kann immer mit seinem englischen erfundenen Namen vor. So kommen dann solche Namen wie Boy oder Forest, Oats oder Eraser, Handsome und viele mehr zustande

Das Hahnenwasser in China hier ist sehr ekelhaft. Die Leitungen sind alle verschimmelt. Wenn man das Wasser abkocht, ist der Schimmel zwar weg, aber der intensive charakteristische Geschmack ist immer noch vorhanden. Und in dem Wasser wird dann auch der Reis und das Gemüse gekocht und das Wasser wird für Suppen und Dampfnudeln verwendet etc… in der chinesischen Küche schmeckt mir so gut wie gar nichts abgesehen vom BBQ und den verschiedenen Broten auf dem Markt. Zum Glück ist Shanghai sehr international und man findet alle Küchen hier, auch viele Indische, Thai, etc…. Wir haben auch einen Deutschen Bäcker und jede Menge Supermärkte und viel Obst und Gemüse. Westliches gibt es auch alles was man braucht.

Oft wird man von Chinesen angestarrt und dann fordern sie ihre Kinder auf, Hallo zum Fremden zu sagen. Einmal musste ein kleines Kind hallo zu mir sagen weil der Vater sie dazu aufforderte. Die kleine hatte aber so ne Angst, dass sie sich glatt in die Hose gemacht hat. Der Vater fand das so lustig und hat immer auf die Pfütze gezeigt und Tränen gelacht. Ich bin dann mal abgehauen.

Die Inkonsequenz der Chinesen, die meistens eher nervt, weist sich manchmal doch auch als sehr possitiv aus. In einer Rooftopbar mit Whirlpool, in den nur 4 Personen gleichzeitig dürfen, und auch nur ohne Getränkt mussten wir nur ein zweites Mal Nachfragen ob nicht doch noch ein paar Leute dazu dürfen. "OK!" Und nach dem zweiten Nachfragen, ob man nicht doch die Cocktails mitnehmen darf hieß es auch : "Ok!" … Ohne jegliche Diskussion.

Shanghai nach 2 Monaten Was mir vor 2 Monaten so riesengross und unüberschaubar vorkam, kommt mir jetzt vor wie eine kleine Stadt in der jeder jeden kennt. Vor 2 Monaten war es unvorstellbar, wie man eine Stunde in die eine Richtung, oder eine Stunde in die andere Richtung fährt und sich dennoch in derselben Stadt befindet. Als mich ein Expat fragte ob ich mit dem Lärm und den Menschenmassen klar komme, meinte ich, dass ich mich eigentlich schnell daran gewöhnt hätte. Er erwiderte, "Nein hast du nicht, man gewöhnt sich nie daran, man lernt nur, gewisse Dinge auszublenden!". Damit scheint er wohl rech zu haben. Denn mir kommt alles so vertraut vor und man trifft immer wieder Leute… vermutlich blendet man wirklich die Scharen an Chinesen aus ohne es zu bemerken und klar, die Ausländer kennt man hier.

Anstatt dass Chinesen einfach sagen würden, dass sie es nicht verstehen, würden sie einen lieber in die falsche Richtung schicken. Aber man vier Chinesen, bekommt man fünf Himmelsrichtungen. Auch "Maybe tomollow" ist eine häufige Antwort, wenn die Chinesen nicht wissen, was sie antworten sollen.

FREIZEIT

Shanghai
Man liebt es, oder man hasst es. Ich liebte Shanghai! Jeden Tag war ich so dankbar und glücklich, das alles so geklappt hat, wie ich es mir erhofft hatte. Abgesehen von dem Housing-Scam mit Ryan Fedoruk, was mich manchmal immer noch traurig macht, wenn ich zurück denke, dennoch hatte ich solch ein Glück ein eine Wahnsinnig tolle Zeit.

Der Bund - Der Bund ist eine 2,6 Kilometer lange Uferpromenade in Puxi, mit Blick auf die gegenüber der Sonderwirtschaftszone Pudong am westlichen Ufer des Huangpu-Flusses. 52 Häuser unterschiedlichster Architekturstile machen den Bund zur Haupttouristenattraktionen Shanghais.

French Consession - Dies ist ein Bezirk in Shanghai mit einem individuellen Charakter und damit eine Populäre Touristen Attraktion.

Jade Buddha Tempel - Der Jade Buddha Tempel ist einer der berühmten buddhistischen Tempel und wurde 1882 gegründet. 2 große Jade Buddhas wurden aus Burma hierher importiert. Das war sehr schön, ruhig und interessant.

Jing'an-Tempel - Der "Tempel des Friedens und der Ruhe" ist ein buddhistischer Tempel an der West Nanjing Road im Stadtbezirk Jing'an. Er zählt zu den bedeutendsten buddhistischen Sakralbauten Chinas.

Fake Market - In SH gibt es viele Fake Markets. Hier bekommt man. Eigentlich alles was man so brauchen kann. Es macht viel Spass aber die Verkäufer machen mich so langsam alle wahnsinnig. Sie zwingen einem die Dinge förmlich auf und rennen neben einem her und erzählen dir, selbst wenn du ihnen keines Blickes würdigst, was sie in ihrem Shop haben. Mit den Preisen muss man immer handeln. Die fangen bei 500% an wenn nicht noch mehr. Einen fixen Preis gibt es meistens nicht, man zahlt das, was es einem Wert ist. Ist einem das handeln lästig, so sollte man nicht auf Märkte gehen sondern in Einkaufszentren wie die Super Brand Mall in Pudong. East Nanjing Lu auf Puxi Seite ist eine rießige Einkaufsstraße, ebenfalls mit vielen Malls.

Jin Mao Tower - Der Jin Mao Tower heißt übersetzt goldenes prachtvolles Gebäude. Er ist 88Stockwerke hoch. Im obersten Stock befindet sich eine Nobelbar genannt Cloud 9. In der war ich nun auch schon mehrmals. Sie ist die höchste Bar der Welt. Aber es gibt auch sonst noch sehr viele Rooftopbars. Zum Beispiel waren wir schon öfters im Ascott Hotel in der Rooftopbar. Die ist sehr schön und gemütlich mit Whirrlpools. Neben dem Cloud 9 gibt e seine Bar genannt Century Avenü 100. Diese befindet sich im 92 Stock des Hyatt Hotels. Der Ausblick ist atemberaubend.

Xintiandi - Obwohl mein Schrank aus allen Nähten platzte - die Shoppingtour in Xintiandi war trotzdem immer wieder sehr schön.

Tianzifang - der Antikemarkt in der Dongtai lu - Die Dongtai lu ist berühmt für die Antike. Tatsächlich ist fast nichts antik, jedoch schön anzusehen. In den kleinen Gassen stellen Künstler ihre Bilder, Buddha-Figuren aus Jade, kunstvolle Holzschnitzereien, Kommoden etc aus. Die meisten Ladenbesitzer wohnen über ihren Läden. Neben Kunst gibt es Restaurants aller Nationen und sogar einen deutschen Glühweinstand. Die Atmosphäre ist sehr gemütlich.

Yu Garden und Yuyuan Markt - In der Altstadt, direkt hinter dem wunderschönen, kunstvoll angelegten Yuyuan (oder Yu Garden), liegt der Yuyuan Markt wo Masken, Figuren, traditionelle Musik-Instrumente und Stickereien aus Yunnan verkauft werden.

Heiratsmarkt - Der riesige Heiratsmarkt Shanghais, der nur am Wochenende stattfindet, liegt in mitten des People's Square Parks. Meist legen die Eltern einen Steckbrief der Tochter oder des Sohns an und häufig suchen die Eltern sogar den Partner für deren Kind aus. Der Steckbeif besteht aus den Angaben über Geschlecht, Alter, Körpergröße, Körpergewicht, Beruf und Gehalt bzw. auf dem Steckbrief der Frauen findet man eine Angabe darüber, welches Gehalt sie sich vorstellt, das ihr Mann verdienen soll.

Longhua Pagoda - Der Longhua Temple ist ein Buddhistischer Tempel in Shanghai, der die Architektur der Song Dynastie bewahrt. Er ist der größte und authentischste Tempelkomplex in Shanghai.

Shanghai Wildlife Park - Der Wildlife Park befindet sich in Sanzao Town in Pudong. Sanzao Town befindet sich ca. 35 km vom Standzentrum entfernt. Dort wohnen über 200 Tierarten auf einer Fläche von 153 Hektar. Der Park unterteilt sich in eine Zone wo man zu Fuß gehen kann und eine Zone, in welcher man in Autos Safarimäßig durchfährt.

Hier noch eine kleine Listze meiner Lieblings Bars /Lounges/ Discos in Shanghai
  • Windows
  • Zapatas
  • Shelters
  • Angelinas
  • M2
  • Mint
  • Bar Rouge
  • Mural Bar
  • Blue Frog
  • Phebe
  • Gaga
  • Not me
  • Financial Tower
  • Geisha
  • Scoreboard
  • C's
  • Zeal
  • Brown Sugar

Moganshan
Ich habe schon einen Ausflug nach Moganshan gemacht also in die Berge, nicht weit weg von SH. Dort war ich mit Arbeits skollegen. War sehr schön. Sind viel gewandert und haben die Seele baumeln lassen, eine Art escape von SH, da es in SH immer laut und busy ist, und man hier nie zur Ruhe kommt. Moganshan liegt 200km vor Shanghai. Sehr naturbelassen, ruhig und gemütlich dort.

Peking
In der Golden Week war ich einige Tage mit einem anderen deutschen Praktikanten in Beijing. Das "Birdnest" ist bei Nacht beleuchtet. Auf dem Gelände gibt es eine Foodcourt unter einem riessigen Pavillion.

Am nächsten Tag haben wir den Summer Palace besucht. Dieser "Gardens of Nurtured Harmony" besteht aus vielen Gebäuden klassischer Architektur und viel Plätzen zum entspannen Gärten, einem Hügel der in 60m Höhe liegt und in Mitten des Palaces der 2.9 m² große künstlich angelegter See. Auf dem See fahren kleine Boote welche die Besucher von der einen auf die andere Seite des Sees bringen.

Anschließend haben wir uns den Tempel of heaven angeschaut. Dieser wurde in der Ming und Qing Dynastie für jährliche Zeremonien von Betern zum Erntedank besucht. Der Tempel umfasst drei Hauptgruppen von Konstrukten: Die Halle der Ernteopfer, ein Gabelförmiges rundes Gebäude. Durchmesser 36 m und 38 m hoch. Dann die Halle des Himmelsgewölbes, ein einzelgabeliges rundes Gebäude umgeben von einer Echo Mauer. Und zuletzt die Marmorterrasse, eine leere runde Plattform und dekoriert von Drachen. Das Design der Terrasse sorgt dafür, dass der Gebetsgesagt reflektiert wird um den Betenden zu erlauben besser mit dem Himmel kommunizieren zu können.

Am nächsten Tag haben wir die Chinesische Mauer, das größte Bauwerk der Welt, besichtigt. Insgesamt ist sie 8851,8 km lang und sollte vor Reitervölkern aus dem Norden schützen später zum Schutz gegen die Mongolen und der besseren Überwachung des Handels dienen sollte, und zu deren Verteidigung Soldaten stationiert waren. Der Chinesische Name der Mauer heißt übersetzt: "unvorstellbar lange Mauer". Die Mauer wird heute ständig restauriert. Der Mauerbau mit festgeklopftem Lehm, mit Stroh- und Reisigschichten, startete vermutlich erstmals in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. Später entstanden Teile, die wegen des Fehlens von Lehm größtenteils aus aufeinander geschichteten Natursteinplatten gebaut wurden. Die Mauer wird immer wieder aus- und umgebaut. Später wurde sie aufwendiger und teurer, aus gebrannten Steinen und Natursteinen gebranntem Kalk und Klebreis errichtet

Die Maße der Mauer sind recht unterschiedlich; im Gebiet von Peking 10 m Breite und 9m Höhe üblich. Im Abstand von einigen hundert Metern wurden ungefähr 12 m hohe Türme errichtet, die als Waffenlager und Signaltürme dienten große Teile der Mauer sind heute in schlechtem Zustand. Teilweise werden sie von den Dorfbewohnern aus der Nähe als Steinquelle für Häuser und Straßen genutzt. Bevor wir am letzten Tag die Heimreise angetreten sind ging es noch auf den Silk Market und von da abends direkt heim.

Zhuziajioa
Dieses WE ging es am Samstag morgen früh los nach Zhujiajiaoin Qingpu zusammen mit Arbeitskollegen. Diese Stadt wird auch als "Venedig Shanghais" bezeichnet da dort viele Brücken über den Huangpu gehen und man Gondelfarten auf dem Fluss machen kann. War sehr schön und das Wetter war super. Der Gondoleur fand uns auch sehr interessant :

Nanjing
Dieses Wochenende hieß es ab nach Nanjing!! Nanjing war Hauptstadt von China und ist jetzt hinter Shanghai die zweitgrößte Stadt in Ostchina. Nanjing hat wahnsinnig viel Grünfläche. Östlich erstrecken sich die Purpel Mountains. 392 Stufen führen zum Sun-Yat-sen-Mausoleum aus weißem Marmor, zur andacht an den Staatsgründer. Weiter westlich liegt das Grab des ersten Ming-Kaisers Hongwu. Aber noch viel interessanter als das, bin ich....anscheinend.... denn zu erst begann es mit 2 chinesischen Mädels, die mit mir ein Foto haben wollten, was dann eine Welle ausgelöst hat, und Menschenmassen von Chinesen auf mich gestürzt sind, um Bilder mit mir zusammen zu machen. Es ist mir aber lieber so, als die Leute die die Bilder heimlich machen. Dannach sind wir zu den Ruinen spaziert ...Weiter südlich in der Altstadt steht der Konfuziustempel aus der Song-Dynastie, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen haben. Dieser musste nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut werden. Der Konfuziustempel wird heute für Ausstellungen und Konzerte genutzt. Um den Tempel. herum kann man einkaufen wie im Paradies. Viele kleine Gassen und viele Läden, richtig schön und macht super viel Spaß.

Souzhou
Diese moderne Stadt nahe Shanghai, ist von Kanälen durchzogen. Wir verbrachten nur einen Tag hier auf Zwischenstop, man kann aber gut ein Wochenende hier verbringen und sich die Museen, Gärten und Tempel anschauen. Wirklich sehr schön.

Chinatour
Als mein Praxissemester zu Ende war, tourte ich noch durch China. Die Tour startete in Kunming und führte mich dann über Dali nach Lijiang bis zur Tiger Leaping Gorge und von da weiter nach Shangri-La, Chengdu, Emei Shan, Leshan und endete in Chongqing von wo aus ich zurück nach Shanghai flog.
Zum Reisetagebuch

FAZIT

China ist der Hammer!!!!! Will zurück!